Aufgaben von Herzgruppenärzten

Jeder approbierte Arzt ist berechtigt, eine Herzgruppe zu beaufsichtigen. Ausreichende Qualifikationen und Erfahrungen auf dem Gebiet der Herz-Erkrankungen, die sichere Handhabung von Notfallmaßnahmen bei kardinalen Zwischenfällen sowie Kenntnisse über Rehabilitationsmöglichkeiten werden erwartet. Eigene sportliche Vorerfahrungen wären wünschenswert.
Die einzelnen Aufgaben sind:

  • Feststellung der Eignung für die Teilnahme an der Bewegungstherapie in Herzgruppen und Zuordnung in die richtige Gruppe auf der Grundlage der aktuellen Belastungsdaten und Diagnosen
  • Konsultation und Zusammenarbeit mit dem verordnenden Arzt hinsichtlich der erforderlichen Belastungsdaten, bei neuen Auffälligkeiten und erforderlichen Kontrolluntersuchungen
  • Kurzanamnese zu Beginn jeder Übungsstunde (Befragung, RR, Puls)
  • Überwachung der Inhalte und der Belastungsgestaltung der Übungsstunde, Beratung des Übungsleiters
  • Kontrolle und Sicherung der Einsatzbereitschaft der Notfallausrüstung
  • Dokumentationspflicht nach § 11 der Berufsordnung für deutsche Ärzte
    • Verordnungsunterlagen (Vordruck 56)
    • Notfallkoffer-Protokoll und Notfallkofferkontrolle
    • Zwischenfallprotokoll
    • Ärztliche Aufklärungspflicht (Eingriffs-, Risiko- oder Selbstbestimmungsaufklärung, „informed consent“, auch durch verordnenden Arzt möglich)
  • Mitwirkung bei Informationen, Seminaren, Vorträgen hinsichtlich Lebensstiländerung
  • Prüfung, Beratung und Abstimmung mit dem Patienten und dem verordnenden Arzt hinsichtlich einer möglichen Folgeverordnung bei Ablauf der Regelleistung des Kostenträgers

 

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