Was ist eine Herzgruppe?

Herzgruppen betreuen chronisch Herzkranke im Sinne einer lebenslangen Rehabilitation am Heimatort. Bezeichnet werden sie als ärztlich betreute und
begleitete Hilfe zur Selbsthilfe, in denen die "Mündigkeit" des einzelnen Patienten geweckt und gestärkt werden soll, damit er als "Fachmann seiner Krankheit" kompetent Selbstverantwortung übernehmen kann.
Dazu erlernt er in den Herzgruppen die Einschätzung seiner eigenen körperlichen Belastbarkeit, die Beherrschung seiner persönlichen Risikofaktoren
(Sekundärprävention) und die Bewältigung seiner persönlichen Einschränkung durch die chronische Krankheit.
Ein- bis zweimal pro Woche werden bundesweit über 100.000 Patienten, z. T. mit ihren Lebenspartnern, so betreut und angeleitet von entsprechend qualifizierten Übungsleitern und mehr als 7.000 Ärzten, die diese Aufgabe in ihrer großen Mehrzahl ehrenamtlich ausüben.
Organisatorisch werden diese Gruppen von den Landesverbänden der DGPR betreut und unterstützt.

Die Herzgruppe am Wohnort ist eine Gruppe von Patienten mit koronarer oder einer anderen Herzkrankheit. Eine solche Gruppe trifft sich unter der Leitung eines speziell ausgebildeten Übungsleiters und eines kardiologisch erfahrenen Arztes regelmäßig, zumeist einmal wöchentlich, um gemeinsam durch Bewegungstherapie, Entspannungsübungen, Gruppengespräche und andere Maßnahmen (z.B. Ernährungsberatung) die Reduzierung der kardiovaskulären bzw. Herz-Kreislauf-Risikofaktoren anzustreben. Bewegungstherapie als wesentlicher Bestandteil ist dabei die ärztlich verordnete, dosierte, der Leistungseinschränkung des Patienten individuell angepasste und ärztlich überwachte körperliche Aktivität. Die Verantwortung für die gesamte Therapie jedes Teilnehmers liegt beim behandelnden Arzt.
Unterschieden wird nach Grad der Belastbarkeit:

Trainingsgruppe: Belastbarkeit über 75 Watt oder besser 1 Watt/kg Körpergewicht.

Übungsgruppe: Belastbarkeit zwischen 40 und 80 Watt oder besser als 0,5 Watt/kg Körpergewicht

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