Ist eine Herzgruppe für mich geeignet?

Die Mitglieder einer Herzgruppe treffen sich in der Regel einmal in der Woche zum gesundheitsorientierten Sport, zu Spielen und Gesprächen. Bei Sport und Spiel geht es jedoch nicht darum, Höchstleistungen zu erreichen. Vielmehr wird den Teilnehmern in der Herzgruppe die Möglichkeit gegeben, an ihrem Wohnort die in der Rehabilitationsklinik erlernte Bewegungstherapie fortzusetzen. Dabei soll sich jeder so viel belasten, wie es sein Gesundheitszustand erlaubt und vom Arzt und Übungsleiter für Herz und Kreislauf für notwendig gehalten wird. Durch die richtig dosierte Bewegung werden Herz und Kreislauf trainiert. Ein trainiertes Herz strengt sich weniger an bei den Belastungen im Beruf, beim Treppen steigen oder zum Beispiel beim Tragen von Einkaufstaschen. Auch ist ein trainiertes Herz gegenüber Rhythmusstörungen widerstandsfähiger. Die Gefahr, dass Sie sich bei Sport und Spiel in der Herzgruppe überfordern, besteht praktisch nicht. Dafür sorgen Ihr Übungsleiter und der Herzgruppenarzt.

Zum Beispiel:

  • Patienten mit koronarer Herzerkrankung
    • mit stabiler Angina pectoris
    • nach Herzinfarkt und Reinfarkt
    • nach Bypassoperation
    • nach Ballondilatation, der sog. "perkutanen transluminalen coronaren Angioplastie" (PTCA)
  • Patienten mit Herzfehlern und Herzklappenfehlern, insbesondere nach operativer Korrektur
  • Patienten nach Herztransplantation
  • Patienten nach Myocarditis
  • Patienten mit Kardiomyopathien (KM) -nicht obstruktive-
  • Patienten nach Schrittmacherimplantation
  • Patienten mit implantiertem Defibrillator
  • Patienten mit ausgesprochen funktionellen Herz-Kreislauf-Störungen, z. B. dem hyperkinetischen Herzsyndrom

An medizinischen Unterlagen, die nicht älter als drei Monate sein dürfen, sind erforderlich:

  • Ärztlicher Untersuchungsbefund
  • Ergometerbelastung
  • bei Bedarf Bestimmung der linksventrikulären Funktion, z. B. Echo
  • Bei Herzpatienten mit Anschluss-Heilbehandlung oder nach regulärer Heilmaßnahme: der Bericht der Rehabilitationsklinik
  • So sieht z. B. die Verordnung des Hausarztes aus:

Rezept: Verordnung auf Rezept mit Diagnose (keine Einschränkung der Dauer) oder Formular 56 (für 90 UE/30 Monate)
Diagnose: Zustand nach Myokard-Infarkt
Der Patient legt das rosa Formular (56) zur Genehmigung und Kostenübernahme bei der Krankenkasse vor (gesetzlich Versicherte).