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Meistens wird eine gesunde Lebensweise mit Verzicht und Anstrengung in Verbindung gebracht. Dass ein Genussmittel auch gesundheitsfördernde Wirkung haben soll, wird immer wieder veröffentlicht. Ist Kaffee also eine Möglichkeit, Herz- und Gefäßerkrankungen vorzubeugen oder bleibt es bei der Einschätzung, dass Kaffee „nervenschwächend und krankmachend“ sei (W.A. Mozart)?

So wurden Studien ausgewertet mit Daten von 1,3 Millionen Probanden, die darauf schließen lassen, dass ein moderater Kaffeekonsum von drei bis fünf Tassen täglich das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall vermindert. Der Analyse zufolge sind Menschen, die gar keinen Kaffee oder mehr als sieben Tassen pro Tag trinken, offensichtlich häufiger von diesen Erkrankungen betroffen. Wie so oft scheint es also auch hier einen Dosiseffekt zu geben: die Dosis macht das Gift.
Kaffee in normalen Mengen hat einen positiven Effekt, bei einem Zuviel schlägt die Wirkung in die negative Richtung um. So das verkürzte Ergebnis dieser Studien aus Singapur und den USA.
Auch wenn ein moderater Genuss der Gesundheit nicht schadet, sollte nicht übersehen werden, dass vom Koffein eine Abhängigkeit hervorgerufen werden kann.
Wer zu viel Koffein aufnimmt, muss deshalb mit durchaus ernstzunehmenden Folgen rechnen, das reicht von Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Herzrasen bis Herzrhythmusstörungen.
Die meisten Kaffeeliebhaber müssen sich nun angeblich keine großen Sorgen mehr machen; ein Allheilmittel ist der Kaffee allerdings nicht. Die Vermeidung von Risikofaktoren oder besser, eine achtsame Lebensweise bleibt auf jeden Fall der bessere Garant für ein gesundes Leben. „Wir raten den Menschen, lieber auf den Blutdruck zu achten, sich zu bewegen und nicht zu rauchen.“ So der Neurologe Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener vom Uniklinikum Essen.